Einige Kommentare von Unterzeichnern der Onlinepetition

 

"Für eine nachhaltige Entwicklung ist es dringend erforderlich, die knappe Ressource Land intelligent zu nutzen. Die Nutzung besten Ackerlandes als Siedlungsfläche ist nicht intelligent und entzieht künftigen Generationen wichtige Lebensgrundlagen. Die Schwarzerde-Böden in der Atzumer Feldmark gehören zu den besten Böden Deutschlands. Sie sind dauerhaft für die landwirtschaftliche Nutzung vorzuhalten. Bereits heute befinden wir uns an der Schwelle, dass wir den Nahrungsmittelbedarf der deutschen Bevölkerung nicht mehr selbst decken können. Wir begeben uns somit in Abhängigkeiten von anderen Ländern, was in diesem wichtigsten Aspekt der Daseinsvorsorge nicht zu verantworten ist. Darüber hinaus sind die Flächen am Södewege Lebensraum bedrohter Tierarten. Den Feldhamster habe ich dort regelmäßig selbst bestätigen können. Stadtentwicklung ist auch wichtig, aber nicht auf Kosten unserer Lebensgrundlagen. Wolfenbüttel bietet ein hohes Potenzial an innerstädtischen Nachverdichtungsmöglichkeiten. Das Bauland auf "der grünen Wiese", zumal auf fruchtbarsten Böden, ist die ungeeignetste Option. Die vorliegende Planung bedient kurzfristige wirtschaftliche Interessen, ist aber mit einer nachhaltigen Zukunftsvorsorge, die langzeitökonomische und ökologische Aspekte integriert, nicht vereinbar." (K. Pfaue)

 

"Ab dem Soedeweg erstreckt sich bis Ahlum ein wunderbares Naturgebiet mit abwechselnd bestellten Feldern, wunderschön zu allen Jahreszeiten, stadtnahe Erholung pur mit Blick auf Elm, Asse, Brocken, sogar der Ösel ist zu sehen. Dazu die reiche natürliche Vogel- und Tierwelt. Bei der vorgesehenen großflächigen Bebauung würde Wolfenbüttel unwiederbringlich eines natürlichen Bereichs am Stadtrand beraubt, das für das Wohlbefinden vieler Bürger sinnvoll ist. Ich schließe mich der Argumentation von BUND und Nabu an." (Anonym)

 

"Dieses Baugebiet setzt den falschen Akzent in der Stadtentwicklung und verschiebt den Bevölkerungsschwerpunkt der Stadt weiter nach Nordosten und damit in größeren Entfernung zur Innenstadt. Durch den entstehenden Motorisierten Individualverkehr von ca. 5000 Fahrzeugen/24h (Prognose des Verkehrsgutachters!) wird die Kernstadt (besonders Ahlumer Straße und Salzdahlumer Straße und der Neue Weg) stark belastet. Wolfenbüttel frisst sich also in die Landschaft setzt auf Wachstum im Zeitalter des demografischen Wandels. - Das ist kein nachhaltiges Handlungskonzept." (S. Brix)

 

"Sehr wertvolle Ackerfläche. Das Gebiet nutzen eine Vielzahl von Bewohnern östlich Jahnstraße/Dokterkamp als Naturerlebnis. Schutz hier vorhandener Lebewesen." (H. Göhe)

 

"Weil die Verkehrsbelastung an der Salzdahlumer Str. bereits extrem einzustufen ist. Die Lärmbelästigung ist aktuell auf einem sehr hohen Niveau. Der Gartenteil zur Salzdahlumer Str. kann kaum genutzt werden. Zudem steigt mit dem Verkehrsaufkommen die Feinstaubgefahr." (D. Levin)

 

"Keine Zersiedlung, Erhalt der Natur mit Flora und Fauna." (L. Johns)

 

"Es wird keine Politik für den Bürger, sondern für die Interessen der lokalen Wirtschaft betrieben. Ich bin davon überzeugt, dass der Beschluss zu diesem Baugebiet innerhalb der Verwaltung und einem kleinen Politikerkreis insgeheim bereits beschlossen wurde, als der Gärtner Heine dort angesiedelt wurde. Die geplante Beteiligung der Öffentlichkeit halte ich für eine reine Show-Veranstaltung, um nicht anfechtbar zu sein. Ich bin überzeugt: Alle gegen das Baugebiet vorgebrachten Argumente werden "geprüft", um dann anschließend als "nicht ausreichend" bewertet zu werden. Wir werden es ja sehen. In diesem Zusammenhang ein möglicher weiterer Ansatz gegen das Baugebiet: Warum sind Politik und Verwaltung so bemüht, schnellstmöglich die vom Bund vorgesehene Ortsumgehung Ost abzubügeln? Wenn dadurch ca. 2/3 weniger Durchgangsverkehr stattfindet, wäre das für die betroffenen Bürger ein Segen. Unabhängig davon würde der damit einhergehende Rückgang der verschiedenen Emissionen allen Bürgern zu Gute kommen. Den Handel würde es auch nicht treffen, denn wer in Wolfenbüttel einkaufen möchte, würde die Umgehung nicht nutzen. Warum dann also die Hektik um eine schnellstmögliche Ablehnung? Mir fällt nur eine Antwort ein: Wer möchte einen Bauplatz an einer Ortsumgehung kaufen? Niemand. Das Baugebiet am Södeweg wäre damit tot. Für Verwaltung und Politik ein Desaster, für die Mehrzahl der Bürger ein Gewinn." (K.-H. Wilde)

 

"Die Umwandlung von bestem Ackerland in Bauland ist nicht wieder rückgängig zu machen. Dies ist nicht die Lösung gegen den Leerstand und die teilweise Verwahrlosung in der Innenstadt (s. z.B. HERTIE-Kaufhaus). Wolfenbüttel muss wieder attraktiver werden um Kaufkraft anzuziehen. Natur in eine Betonwüste zu verwandeln; genau das ist kontraproduktiv!" (Anonym)

 

"Da zzt. ganze Häuser in unserem Nahgebiet leerstehen, brauchen wir dieses Baugebiet nicht. Wenn man sich das neue Wohngebiet an der Salzdahlumer Str. ansieht, kann man von der Bauplanung her nur den Kopf schütteln. So ein zusammengewürfeltes Baugebiet habe ich noch in keiner Stadt gesehen. Wehret den Anfängen." (K.-D. Gröbe)

 

"Die Petition ist mir wichtig, weil wir bereits jetzt schon unseren Garten zur Salzdahlumer St. hin kaum nutzen können. Der Auto-, Bus- und LKW-Verkehr hat in den letzten Jahren eklatant zugenommen. Der Lärmpegel ist extrem und unerträglich. In den Nachmittagsstunden bilden sich zudem lange Staus vor unserem Garten." (S. Levin)

 

"Ich bin auf den Feldern groß geworden, die Gegend ist einfach so ein toller Ort zum frische Luft schnappen und um mit dem Hund spazieren zu gehen. Gäbe es das nicht, wie sollten die Kinder vernünftig spielen können, wenn sie ständig auf Autos etc. achten müssten ... So lässt man sie vor die Haustür und weiß, sie sind sicher. Was wäre mit dem Auslauf für die Hunde? Für ältere Menschen, die dort wohnen, ist es eine Last ans andere Ende von Wolfenbüttel zu gehen, sie brauchen den Platz in ihrer Nähe. Und wir brauchen unsere Erinnerungen an die Natur!" (W. Hamelak)

 

"Gut, gegen neuerlichen Flächenverbrauch aus zweifelhaften Gründen zu argumentieren. Die Dörfer gehen zunehmend leer, während sich Stadtflächen krebsartig in die Landschaft fressen, Erholungszonen vernichten und Rückzugsräume für geschützte Tiere vernichten." (A. Gammelien)

 

"Weil mir unsere Natur und auch die Wildtiere (Tierschutz) sehr am Herzen liegen und solche gravierenden Einschnitte in die Natur nicht genehmigt und vollzogen werden dürfen. Durch Bebauung von Ackerland wird immer mehr Fläche den dort lebenden Wildtieren entzogen und ihr Lebensraum immer mehr eingeschränkt." (H. Degirmenci)

 

"Und noch ein neues Denkmal für einen Politiker! Das zu erwartende Verkehrsaufkommen wird die Stadt aus dieser Richtung zum Kollaps bringen. Zu den Hauptverkehrszeiten ist schon jetzt mit dem Durchgangsverkehr es kaum ertragbar." (H. Lehmann)

 

"Nur mit einer nachhaltigen Stadtentwicklung können wir Wolfenbüttel auch langfristig als attraktiven Wohnort erhalten." (D. Hahn)