Aktuell

Verfahren zum Baugebiet Södeweg geht weiter

Der Bauausschuss hat in der Sitzung am 8. August 2017 die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanentwurfs samt Begründung sowie der Gutachten zum geplanten Baugebiet Södeweg, bzw. zum neuen Stadtteil, beschlossen. Es gab etliche Fragen & Kritikpunkte von Bürgerinnen und Bürgern, die aber nicht berücksichtigt wurden.

Alle Anträge (vor allem der Fraktion der Grünen), bspw. zur besseren ökologischen Gestaltung, zur Verkehrssituation etc. wurden abgelehnt.

Pikanterweise waren die notwendigen Gutachten, die gewissermaßen ein Teil des Fundaments und somit essentieller Teil der Beschlüsse sind, für die Mitglieder des Ausschusses vorab gar nicht einsehbar. Es wurde somit über etwas abgestimmt, was im Detail nicht bekannt war! Jetzt sind die Gutachten auf den Webseiten der Stadt und im Bürgerinformationssystem veröffentlicht.

In dem geplanten neuen Stadtteil sollen die höchsten Häuser (3 Vollgeschosse) direkt vor den niedrigen Bungalows, die bislang direkt am Stadtrand stehen, gebaut werden. Zudem soll dort eine Straße verlaufen, die mit einer Geschwindigkeit von 50km/h befahren werden darf -- wobei die Untersuchungen & Gutachten auf einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h basieren.

Zu den Bedenken von Anwohnern der umliegenden Wohngebiete bzgl. des Verkehrslärms wurde in der Wolfenbütteler Zeitung berichtet (inkl. Leserkommentare).

 

Es soll am 12.September 2017, um 18 Uhr im KOMM eine Informationsveranstaltung seitens der Stadt über den neuen Stadtteil geben.

Baugebiet Södeweg im Bauausschuss am 8.August 2017

In der Bauausschusssitzung am 8.August 2017 soll das Baugebiet Södeweg behandelt und die weiteren Schritte wie die öffentliche Auslegung etc. beschlossen werden.

Die Tagesordnung der Sitzung und die umfangreichen Unterlagen hierzu finden Sie hier im Bürgerinformationssystem der Stadt.

Beschluss über Auslegung nicht vor August

Auf der Bauausschusssitzung am 27. Mai bestätigte Stadtbaurat Lukanic auf Nachfrage unserer Initiative, dass der Auslegungsbeschluss zum geplanten Baugebiet Södeweg im Bauausschuss nicht mehr vor der Sommerpause beraten wird. Die Gutachten liegen vor, die sich daraus ergebenden weiteren Aufgaben sind aber wohl noch nicht abgearbeitet. Mit einer Entscheidung über den nächsten Verfahrensschritt, die öffentliche Auslegung, ist also nicht vor dem Ende der Sommerferien zu rechnen.

Neu auf dieser Website

Online-Kommentare von Bürgern zu stadtentwicklungsrelevanten Themen auf der Website der Wolfenbütteler Zeitung: Leserkommentare WZ

Ein ähnlicher Vorgang: Baugebietsplanungen in Salzdahlum

 

Gerade abgeschlossen wurde die Auslegungsfrist (frühzeitige Beteiligung) des Bebauungsplans für eine bisher ebenfalls landwirtschaftlich genutzte Fläche am südlichen Rand von Salzdahlum. Dort sollen 55 Wohneinheiten in Einzel- oder Doppelhausbebauung entstehen. Die Verhältnisse/Abläufe weisen etliche Parallelen zur Baugebietsentwicklung am Södeweg auf:

  • Heraufsetzung der ursprünglich geplanten 30 Wohneinheiten auf 50
  • Keine Anwendung der Innenentwicklungsinstrumente "Jung kauft Alt" und Baulückenkataster für die Kernstadt und Salzdahlum, da hier die - noch mögliche - Baulandausweisung Vorrang haben soll (entgegen den Vorgaben des Baugesetzbuches)
  • Bevölkerungsstruktur im Bestand weist einen hohen Anteil alter Menschen auf, deren Immobilien in absehbarer Zeit frei werden
  • Standort des Baugebiets am Rand der Siedlung; daher u.a. verstärkte Nutzung von PKW
  • Argumente von Gegnern der Planungen werden inhaltlich nicht aufgegriffen und beantwortet

Auf der Website der Wolfenbütteler Zeitung wird dieser Vorgang zurzeit intensiv kommentiert: http://www.wolfenbuetteler-zeitung.de/wolfenbuettel/article210231497/Anwohnerin-haelt-ein-weiteres-Baugebiet-fuer-schaedlich.html

(Diskussion ganz unten auf der Seite unter dem Artikel)


Download (5,9 MB)
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Geplantes Baugebiet "Im Western " / Södeweg, Wolfenbüttel

 Diese Fläche soll zum Baugebiet werden.

Es handelt sich um die derzeit landwirtschaftlich genutzten Äcker zwischen Ahlumer und Salzdahlumer Straße, östlich der Straßen „Am Rahlbusch“, „Waldenburger Straße“ und "Allensteiner Straße" und des Gewerbegebietes „Drohnenberg“.

 

Nach den Planungen der Stadt würden in der Endausbaustufe an dieser Stelle bis zu

3000 Menschen leben. Das bedeutet unter anderem:

  • ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen im östlichen Teil Wolfenbüttels bis zum Neuen Weg (Ahlumer Str., Salzdahlumer Str., Waldenburger Str., Akazienstr., ..., ggf. auch Richtung Braunschweig/Wolfsburg über Atzum, Salzdahlum, ...) mit entsprechenden Engpässen an den Einmündungen,
  • eine verschlechterte Frischluftzufuhr für große Teile Wolfenbüttels,
  • umfangreiche Versiegelung von hochwertigem Ackerland,
  • Verlust von Lebensräumen diverser hier lebender Wildtierarten (Feldhamster, Rehe, Feldhasen, verschiedene Vogelarten, ...).